Dienstag, 5. August 2014
Manieren
Hallo liebe Leserinnen und Leser,

in diesen Sommerferien habe ich mit London und Stockholm zwei Hauptstädte besucht. Zum einen um meinen kulturellen Horizont zu erweiten, zum anderen - und das ist wohl der ehrlichere Grund - weil meine Rubbelweltkarte an diesen Orten noch grau war.
Auf dieser Europareise fiel mir eines ganz besonder auf: die Manieren der verschiedenen Landsleute. Die Engländer zeigten sich in London fast ausschließlich von ihrer besten Seite: Sie waren stets höflich und zuvorkommend, ich wurde nicht angerempelt...super! To make a long story short: Sie verhielten sich so, wie man es eigentlich auch von ihnen erwartet, zumindest abseits des Ballermann und ohne geschätzte 2 Promille im Blut.
Von Deutschland kennt man das ja kaum - also nicht die 2 Promille, sonder die Höflichkeit und die guten Manieren. Ich meine, wenn ich hier über den Bürgersteig gehe, bin ich immer, aber auch wirklich ausnahmslos immer diejenige, die ausweicht. Egal, ob mir ein Hundertjähriger entgegenkommt, ein sportlicher Mitvierziger oder ein pubertierender 15-Jähriger, würde ich nicht ausweichen, gebe es massenhaft Kollisionen. Ich frage mich immer wieder woran das liegen kann? Sagt mein Gesichtsausdruck den anderen: "Ach, die Kleine weicht schon aus? Oder gehört das Anrempeln bei uns schon zur Kultur und ich hab's einfach noch nicht kapiert?"
Diese Gedanken kamen mir während des Fluges nach Stockholm. Dort angekommen führte ich meine Feldstudie also fort und musste feststellen: Ok, die Schweden sind da genauso wie die Deutschen! Es scheint also kein typische Deutsches Kennzeichen ala: "Woran denken Sie, wenn Sie an Deutsche denken?" "Ähm, Sauerkraut, Bratwurst, Pünktlichkeit, Anrempeln" zu sein. Immerhin...

Naja, weitere Gedanken folgen. Es sei denn, ich werde heute noch von einem 200 Kilo-Kerl umgebufft...

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